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29 Mai 2012

Erste deutsche Hauptversammlung mit weitreichender Online Teilnahme

Geschrieben von André Silvério Marques

Am Freitag, den 25. Mai 2012 fand unsere jährliche Hauptversammlung statt.

Für unsere Aktionäre und Aktionärsvertreter bestand die Gelegenheit, an der Hauptversammlung über das Internet teilzunehmen. Hierzu wurde erstmalig die von uns in Zusammenarbeit mit Haubrok Corporate Events (HCE) entwickelte HV Software eingesetzt.

Die Hauptversammlung wurde samt Präsentation in voller Länge live im Internet für Aktionäre übertragen. Ein Replay der Rede des Vorstands ist hier abrufbar.

Über unsere HV-Software hatten Aktionäre dabei die Möglichkeit Redebeiträge und Fragen über ein Textformular beizusteuern, ihre Stimmen in Echtzeit abzugeben und elektronisch das Teilnehmerverzeichnis der Hauptversammlung einzusehen.

Die Hauptversammlung erfreute sich einer regen Teilnahme insbesondere der Online Teilnehmer, die die neuen Möglichkeiten der Partizipation rege nutzten.  Nach der Präsentation zum Geschäftsverlauf 2011 und zur Entwicklung im ersten Quartal des neuen Jahres durch die Vorstände Achim Weick und Robert Wirth, hatten die Aktionäre die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder einen Redebeitrag zu leisten. Dies nutzten auch mehrere Online Teilnehmer. Die Fragen, die über das Online-Textformular gestellt wurden, wurden vom Versammlungsleiter vorgelesen und vom Vorstand beantwortet.

Mit der Resonanz auf diesen neuen und noch einzigartigen Service sind wir mehr als zufrieden.

Unseres Wissens sind wir damit die erste und bislang einzige Aktiengesellschaft, die ihren Aktionären eine so weitreichende Teilnahme über das Medium Internet ermöglicht.

Unsere Hauptversammlung war zugleich die Feuertaufe für unsere neue HV-Software, die sie mit Bravur bestanden hat. Ab sofort können auch unsere Kunden Ihren Aktionären neue Online-Partizipationsmöglichkeiten bei Ihren Hauptversammlungen bieten.

 

 

 

 

User Kommentare

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  1. 29.05.2012

    Glückwunsch zur gelungenen Premiere!

    Ich hatte versucht, mich am Freitag dazuzuschalten, aber leider war auch die Übertragung der Rede nur Aktionären vorbehalten – warum eigentlich? Jetzt ist sie ja auch für jeden zugänglich.

    Interessant wäre es noch zu erfahren, wie es sich mit dem Kosten-/Nutzen-Aspekt verhält. Dazu wären Zahlen toll. Auch genauere Angaben, was man unter einer “regen Teilnahme” und “mehreren Fragen” verstehen kann, wären hilfreich. Wie war das Verhältnis Offline- zu Online-Besucher?

    Weiter so im Sinne vorbildlicher Nutzung des Internets für IR-Zwecke!

  2. 30.05.2012

    Vielen Dank für die Glückwünsche,

    wir haben uns aufgrund der Unsicherheit bei den Persönlichkeitsrechten der Aktionäre gegen eine Liveübertragung der Rede des Vorstandes entschieden. Bei einer Liveübertragung hatten wir keine 100%ige Sicherheit, dass kein Aktionär auf dem Bild zu sehen gewesen wäre (z.B. bei einer unvorhergesehen Frage an den Vorstand o.ä.). Die Bereitstellung eines Replays bot uns hierbei mehr Kontrolle.

    Das Verhältnis Online zu Offline betrug ziemlich genau 1:3. Von Onlineteilnehmern wurden knapp 10 Fragen an den Vorstand gestellt, die Präsenzteilnehmer stellten keine Frage. Das könnte dafür sprechen, dass die Onlineteilnahme auch die Partizipationsrate erhöht.

    Die Anforderungen an das System variieren gemäß der jeweiligen Voraussetzungen des Unternehmens. Abhängig von Größe, Teilnehmerzahl, Beratungsanforderungen sind auch die Kosten pro Unternehmen individuell. Bei Bedarf und Interesse erstellen wir für Kunden gerne ein Angebot.

  3. 31.05.2012

    Danke für die Antworten!

    Die Online-Partizipation sehe ich mit gemischten Gefühlen, schließlich kann man ja ellenlange Fragelisten einfach reinkopieren und die HV sprengen, oder?

    Die Kosten/Nutzen-Relation kann ich noch nicht so ganz greifen.

    Ich war Ende der 90er-Jahre mal auf einer HV von Kling, Jelko, Dr. Dehmel (ja, so hieß die AG) in Frankfurt, auf der die Fragen der Online-Teilnehmer auf dem Präsentationsscreen chat-artig angezeigt und – wie ich meine – auch beantwortet wurden. Habe dazu auch einen Artikel aufgespürt: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9032003.html

    Best,
    Patrick Kiss

  4. 31.05.2012

    Hallo Herr Kiss

    ein Risiko langer Fragelisten besteht bei unserem Ansatz nicht, da wir die Fragen auf 10 Fragen a 1000 Zeichen je Teilnehmer begrenzt haben. Was auch gut funktioniert hat. Die Kosten/Nutzen sehen wir positiv. Von der Kostenseite bestehen zur gewöhnlichen HV zusätzlichen Kosten insbesondere in der Videoübertragung und in der EQS Online Plattform. Da wir bereits beim ersten Mal rund 25% Online Teilnehmer hatten, sehen wir den Mehrwert für unsere Aktionäre positiv. Wir gehen davon aus, dass der Anteil der Online Teilnehmer in den nächsten Jahren weiter zulegen wird, wenn die Technik und die Möglichkeiten sich noch weiter verbessern und weiter herumsprechen.

    Viele Grüße,

    André Marques

  5. 31.05.2012

    Die Anzahl- und Längenlimitierung der Fragen finde ich clever.

    Aber ist das rechtlich abgesichert? Eigentlich ist es ja vergleichbar mit eine sofortigen Redezeitbegrenzung, die man nur in bestimmten Fällen einführt.

    Für die EquityStory AG zum Glück sicher alles sehr theoretisch, aber es gibt sicher unter den vielen Kunden den einen oder anderen, dessen HV weitaus komplexere Fragenkataloge provoziert…

    Wichtig ist aber, dass der erste Schritt erfolgreich gemacht wurde.

  6. 01.06.2012

    Die Präsenz HV ist die rechtlich maßgebende. Entscheidet sich ein Aktionär für die Online Teilnahme, (z.B. durch die Akzeptanz eines rechtlichen Hinweises/Disclaimers) ,so nimmt er die Einschränkungen u.a. bei der Redefreiheit in Kauf.

  7. 01.06.2012

    Gut. Das leuchtet ein.
    Aber die Online-Fragen müssen beantwortet werden?
    Können Online-Teilnehmer Widerspruch zu Protokoll geben?
    Hat man online die Möglichkeit, die Präsenzliste einzusehen?